Trade Compliance

Automatische Prüfung von gesetzlichen Vorgaben

Im Außenhandel müssen Unternehmen stetig Gesetze und Vorschriften einhalten. Die Prüfung, ob Waren, Partner, Organisationen oder Zielländer mit Auflagen oder Verboten belegt sind, kann mitunter zeitaufwendig werden – wenn man sie nicht automatisiert und digitalisiert.

Ein Mitarbeiter des Zolls überwacht das Abladen eines Containers im Zielhafen.

Sicheres Einhalten von Vorschriften

Warenbezogene Exportkontrolle, Sanktionslisten und Embargos: Es gibt zahlreiche Vorschriften, die im Außenhandel eingehalten werden müssen. Teilweise betreffen diese Vorgaben nicht nur die Ein- und Ausfuhr von Waren, sondern regeln schon die Zulässigkeit von Vertragsabschlüssen oder Verhandlungen. 
Um rechtlich abgesichert zu sein, muss die Trade Compliance, also eine Prüfung auf Einhaltung aller Vorschriften, schon frühzeitig sichergestellt werden – was bei der großen Zahl an Vorgaben eine Herausforderung sein kann und je nach Größe des Unternehmens sehr zeitaufwendig ist.

Eine IT-gestützte Abwicklung des Trade Compliance Managements ist daher von Vorteil, denn sie bietet die notwendige Transparenz und Effizienz. Wo die Funktionalitäten von SAP-Lösungen nicht ausreichen, lassen sie sich mithilfe von Erweiterungen ausbauen.

Unsere Prozesslösungen

Wir unterstützen Ihre Prozesse mit individuell auf Ihre Anforderungen abgestimmte Lösungen für sämtliche Bereiche der Trade Compliance im SAP-Umfeld.

Warenbezogene Exportkontrolle
Die Prüfung sämtlicher Ausfuhrbeschränkungen und -verbote für Güter und die Dokumentation aller Nachweise ist eine Herausforderung für Unternehmen. Mit einer durchgängigen IT-Unterstützung lassen sich diese Aufgaben jedoch vereinfachen und automatisieren. Wo der SAP-Standard nicht die nötigen Funktionen bietet, kann er um die benötigten Prozesse erweitert werden, um die Informationen aus den Verkaufs- und Einkaufsbelegen, aus Lieferungen und Serviceaufträgen automatisch auf etwaige Ausfuhrbeschränkungen zu prüfen.
Sanktionslistenprüfung
Eine gründliche Prüfung von Sanktionslisten ist oft schon vor Eingang einer Geschäftsbeziehung zwingend erforderlich, um sicherzustellen, dass Sie nicht mit Personen oder Organisationen Verhandlungen führen, gegen die Sanktionen verhängt wurden. Transparenz schaffen Sie auch hier mit der passenden IT-Lösung, die sämtliche Einträge der betreffenden Sanktionslisten wie die der Europäischen Union automatisiert überprüft.
Embargos
Um sämtliche Export- und Importverbote zu berücksichtigen, ist eine tiefgehende Prüfung erforderlich, da vielfältige Verbote und Beschränkungen gegen Länder oder bestimmte Güter existieren. Eine automatisierte Prüfung schafft Rechtssicherheit, die wegen der empfindlichen Strafen bei einem Verstoß existenzielle Bedeutung hat.

Vorteile

1

Risikominimierung

Die Einhaltung sämtlicher Vorgaben und Vorschriften für den Außenhandel ist für Unternehmen essenziell, denn die rechtlichen Konsequenzen bei Nichteinhaltung können drastisch ausfallen. IT-Lösungen schaffen Sicherheit und Transparenz.

2

Automatisierung

Mithilfe von Softwarelösungen lässt sich jegliche Prüfung im Rahmen der Trade Compliance effizienter durchführen. So können Sie sich sicher sein, dass Sie rechtzeitig über alle geltenden Verbote und Beschränkungen informiert sind.

3

Transparenz

Ohne aufwendige manuelle Prüfungen können Sie dank IT-Unterstützung jederzeit sicher sein, dass Sie Vorschriften und Gesetze einhalten – inklusive der Dokumentation aller notwendigen Nachweise und Belege.

4

Passgenaue Lösungen

Wir legen großen Wert darauf, Ihre individuellen Anforderungen zu berücksichtigen und beraten Sie daher individuell zu Ihren Prozessen und Herausforderungen.

FAQ

Das wichtigste zum Thema Trade Compliance:

Trade Compliance beschäftigt sich mit der Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen im Außenhandel. Dabei müssen verschiedene Regelwerke wie beispielsweise Kontrollen bestimmter Waren, Sanktionen und Embargos berücksichtigt werden.

Die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben zu Außenhandelsbeziehungen ist für Unternehmen verpflichtend. Ein Verstoß kann Geldstrafen und andere rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, die für Unternehmen mitunter existenzbedrohend sein können. Auch im kleinen Rahmen vermeiden Unternehmen Verzögerungen im Versand ihrer Waren, wenn sie sicherstellen, dass Sie „compliant“ agieren.

Bestimmte Güter unterliegen im Außenwirtschaftsverkehr Beschränkungen und Verboten. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zur Exportkontrolle einhalten, wie zum Beispiel die EU-Dual-Use-Verordnung, das deutsche Außenwirtschaftsrecht oder die US-Export Administration Regulations (US EAR). Die Voraussetzung dafür ist eine präzise Prüfung aller Exportprozesse und der dazugehörigen Belege in Bezug auf Ausfuhrbeschränkungen und -verbote.

Sanktionslisten nennen Organisationen, Unternehmen oder Einzelpersonen, die wirtschaftlichen oder rechtlichen Beschränkungen unterliegen. Sie regeln, welche Geschäftsbeziehungen Sie eingehen dürfen – oder eben nicht. Sanktionslisten werden zum Beispiel von einzelnen Ländern oder auch von der EU aufgestellt.

Ein Embargo regelt Verbote und Einschränkungen bei der Aus- und Einfuhr von Waren. Dabei wird ein Embargo nicht immer für einen bestimmten Staat verhängt, sondern kann als Teilembargo auch bestimmte Güter betreffen oder auch gegen Personen- beziehungsweise Personengruppen verhängt werden. Einem Embargo liegen meist politische Differenzen oder Ziele zugrunde. Häufig will man damit erreichen, dass ein Staat in einem Konflikt zum Einlenken bewegt wird.

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Peter Thurn

Director Business Unit Customs / Foreign Trade

T: +49 89 895089 421
M: peter.thurn@wsw.de