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SAP GTS edition for HANA

Was Sie vor der Migration wissen müssen

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SAP GTS 11.0 hat 2025 sein offizielles Wartungsende. Unternehmen, die das SAP-System für ihre Zoll- und Außenhandelsprozesse nutzen, müssen sich mit einer Migration auf den Nachfolger SAP GTS edition for HANA auseinandersetzen. Hier klären wir die wichtigsten Fragen rund um das neue System und die Migration.

Inhaltsverzeichnis

Warum müssen Sie Ihr GTS-System migrieren?

Viele Unternehmen nutzen ein SAP GTS System für ihre Zoll- und Außenhandelsprozesse. Die Version, die aktuell von den meisten Unternehmen verwendet wird, nennt sich SAP GTS 11.0. Diese läuft allerdings am 31.12.2025 aus der SAP-Wartung.

Offizieller Nachfolger ist die sogenannte GTS edition for HANA. Diese gibt es zwar schon offiziell seit 2021, wurde jedoch nur vereinzelt genutzt. Mit einer neuen Version aus dem Jahr 2023 möchte SAP Unternehmen zum Umstieg bewegen.

Wer weiterhin GTS nutzen möchte, muss also bis Ende 2025 umgestiegen sein. Für viele Unternehmen bedeutet der Wechsel ein großes Projekt. Gleichzeitig wird die Zeit für den Umstieg langsam knapp. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Antworten rund um die Migration.

Was bedeutet die Migration?

Als allererstes ist es wichtig zu verstehen, dass es sich bei GTS on HANA um eine vollständig neue Version handelt. Es ist also kein Update des (vielleicht) bestehenden Systems GTS 11.0, sondern eine neu entwickelte Stand-alone-Lösung.

Wie der Name schon sagt, greift dieses System auf eine SAP-HANA-Datenbank zu. Diese Voraussetzung muss also in jedem Fall geschaffen werden. Allerdings ist als sogenanntes Vorsystem kein SAP-S/4HANA-System notwendig. Wenn Sie also Ihr ERP-System noch nicht von ECC auf S/4HANA migriert haben, müssen Sie dies nicht erledigt haben, bevor Sie auf SAP GTS edition for HANA migrieren.

Wichtig ist dazu außerdem, dass Sie damit auch eine neue Lizenz benötigen. Unternehmen sind davon immer wieder überrascht. Unserer Erfahrung nach können Sie zwar die ursprüngliche Lizenz anrechnen lassen. Die zusätzlichen Kosten müssen Sie dennoch tragen. Die Migration ist also für die meisten Unternehmen auch eine Investition.

Was ändert sich mit dem neuen System?

Ein ganz entscheidender und schnell erkennbarer Unterschied sind die veränderten Nutzeroberflächen. SAP Fiori erleichtert das Arbeiten dank verbesserter Usability und Transparenz. 70 veraltete SAP-GUI-Transaktionen hat SAP im neuen System durch 17 neu gestaltete Fiori-Apps ersetzt.
Weitere Änderungen mit SAP GTS edition for HANA:

    • Veränderte Key-User-Rollen: Die wichtigsten Benutzerrollen wurden neugestaltet und Berechtigungen angepasst (basierend auf einem neuen Berechtigungssystem).
    • Überarbeitung des Trade Preference Managements: SAP GTS edition for HANA kommt mit überarbeitetem und vereinfachten Datenmodell, Struktur und Prozessen zur Verwaltung von Langzeitlieferantenerklärungen (LLE).
    • Verwaltung von Produktindikatoren (alte Bezeichnung Zusatzlösung IBPP)
    • Intercompany LLE für buchungskreisübergreifende Umlagerungen
    • Neue Möglichkeiten für Analytics: In den Kernbereichen (Compliance, Customs, Preference) gibt es Analysemöglichkeiten im Rahmen der Fiori-Apps.
    • Vereinfachte systemweite Suche: Über die Enterprise Search können Sie nach Stammdaten oder Bewegungsdatenelementen suchen – eine starke Verbesserung im Vergleich zum Vorgängersystem.
    • Verbessertes Sanctioned Party List Screening: Die Prüfung ist deutlich schneller als in GTS 11.0 und Sie können sich außerdem umständliche Vorarbeiten sparen.

Vorteile und Nachteile der Migration von SAP GTS 11.0 auf edition for HANA

Vorteile

  • Erweiterter Funktionsumfang und bessere Nutzbarkeit
  • Verbesserte Leistung und Skalierbarkeit im Vergleich zur Version 11
  • nahtlose Datenübertragung und Prozessabwicklung bei Integration mit SAP S/4HANA

Nachteile

  • Ressourcen- und investitionsintensives Migrationsprojekt
  • Sorgfältige Planung und Umsetzung wegen Komplexität
  • Eventuell notwendige Überarbeitung von Anpassungen und Schnittstellen

Wichtig: Wer langfristig gesetzliche Vorgaben korrekt umsetzen möchte, kann das nur mit dem Wechsel sicherstellen!

Wie umfangreich ist ein Projekt?

Weil SAP-GTS-Systeme von Unternehmen in ganz unterschiedlichen Umfängen genutzt werden, ist es schwierig, eine pauschale Antwort auf diese Frage zu geben. Je nachdem, wie umfangreich die Prozesse, die genutzten Funktionen und die Systemarchitektur in Ihrem Unternehmen sind, fällt ein Migrationsprojekt größer oder kleiner aus.
In jedem Fall sollten Sie für das Migrationsprojekt mindestens sechs Monate einberechnen. Bei aufwendigeren Systemen sind Sie schnell bei einer Projektlaufzeit von über einem bis zu zwei Jahren.

Erfahren Sie, wie wir Sie bei der Migration unterstützen können

Mit diesen Fragen sollten Sie sich vor einem Migrationsprojekt auseinandersetzen

Da der Wechsel auf GTS edition for HANA eine vollständige Migration bedeutet, sollten Sie sich schon im Voraus über ein paar Themen Klarheit verschaffen:

Funktionsumfang

Welche Funktionalitäten werden in GTS aktuell genutzt? Und planen Sie mit der neuen Version auch zusätzliche Funktionen oder Prozesse abzubilden?

Konkurrierende Migrationsprojekte

Da das Migrationsprojekt Zeit in Anspruch nehmen wird, sollten Sie in Ihrem Unternehmen prüfen, ob andere Themen anstehen, die ein Problem werden könnten. Wollen Sie jetzt mit Ihrem GTS-Projekt beginnen, sollte es beendet sein, bevor Sie beispielsweise die Migration auf S/4HANA starten. Andernfalls werden die Ressourcen schnell zu knapp. Gerade Ihre IT-Abteilung wird diese Belastung vermutlich nicht stemmen können.

Beratungsengpass

Die DSAG warnt in Bezug auf die vielen anstehenden GTS-Migrationen vor einem Ressourcenengpass. Da zahlreiche Unternehmen bis zur gesetzten Frist im Dezember 2025 ihre Migration beendet haben wollen oder auch müssen, kann es passieren, dass es zu wenige Beratungsunternehmen gibt, die bei der Migration unterstützen können.

Datenmigration

Wie bei jedem Migrationsprojekt sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf Ihre Daten legen: Die korrekte Migration ist entscheidend, daher empfiehlt es sich, eventuell schon vor dem Migrationsprojekt alle Daten zu bereinigen und eine Stammdatenpflege durchzuführen.

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