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7 Besonderheiten der Automobilindustrie

Eine Produktionsmaschine in einer Werkshalle.

Die Automobilindustrie hat wirtschaftlich eine besondere Bedeutung in Deutschland. Doch nicht nur das macht diese Branche besonders. Wir listen hier die sieben größten Merkmale auf, die die Automobilindustrie auszeichnen.

Inhaltsverzeichnis

Die Automobilindustrie ist wichtig für die deutsche Industrie. 2023 waren knapp 800.000 Personen in der Automobilindustrie beschäftigt (Hersteller von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen). Im Jahr 2022 betrug der Gesamtumsatz der Automobilindustrie in Deutschland 506 Milliarden Euro. Laut statistischem Bundesamt macht die Automobilindustrie damit 4% aller Beschäftigen aus und einen Anteil der Bruttowertschöpfung von rund 4,7%.

Schaut man sich das verarbeitende Gewerbe an, trägt die Automobilindustrie direkt zu etwa 20% der Bruttowertschöpfung, 12% der Beschäftigung und 44% der unternehmensinternen Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben bei.

Doch die wirtschaftliche Sonderstellung der Automobilindustrie ist nicht der einzige Faktor, der diese Branche besonders macht.

Wir haben hier sieben Besonderheiten gesammelt:

1. OEMs

OEMs oder Original Equipment Manufacturer sind in den meisten Branchen Erstausrüster. Sie stellen Produkte und Komponenten her, die sie nicht an Endkunden verkaufen. In der Automobilindustrie ist ein OEM allerdings der Automobilhersteller. Er montiert seine Waren aus vielen einzelnen Produkten (von Zulieferern) und verkauft sie unter seiner eigenen Marke.

2. Komplexe Qualitätsanforderungen und Zertifizierungen

Produzierende Unternehmen in der Automobilzulieferindustrie müssen höchste Qualitätsstandards erfüllen. Darunter fallen beispielsweise auch branchenspezifische Zertifizierungen wie IATF 16949. Die auf der EN ISO 9001 basierende Norm legt Forderungen an Qualitätsmanagementsysteme in der Automobilindustrie fest. Die Einhaltung dieser Standards sichert die Produktqualität und fördert das Vertrauen der Automobilhersteller.

3. Effiziente Logistik- und Produktionsprozesse

Just in Time (JIT) und Just in Sequence (JIS) sind entscheidende Konzepte in der Automobilindustrie. Dabei handelt es sich um Belieferungsarten. Just in Time beschreibt eine Lieferung der richtigen Menge zum richtigen Zeitpunkt und bei Just in Sequence kommt dann noch die Lieferung in der richtigen Reihenfolge hinzu. Beim Zulieferer erfordern diese Konzepte besonders effiziente Produktions- und Logistikabläufe. Eine enge Abstimmung mit den OEMs ist notwendig, um eine pünktliche Lieferung ohne Lagerhaltung zu gewährleisten.

4. Innovation in Elektrifizierung und Umwelttechnologien

Zulieferer sind nicht nur abhängig von den OEMs, die sie beliefern, sondern auch von den gesellschaftlichen Entwicklungen. Der Trend zur Elektrifizierung erfordert von Zulieferern, sich auf die Entwicklung und Produktion von Komponenten für Elektrofahrzeuge zu konzentrieren. Gleichzeitig sind Innovationen in Umwelttechnologien gefragt, um Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen.

5. Digitalisierung und Automatisierung in der Produktion

Die Einführung von Industrie 4.0-Technologien wie Automatisierung, IoT und künstliche Intelligenz ist für die Optimierung der Produktionsprozesse und die Verbesserung der Fertigungseffizienz unerlässlich. Automobilhersteller sind an dieser Stelle sicher Vorreiter. Gleichzeitig ist auch der Druck bei den Zulieferern groß. Um möglichst schnell und kostengünstig zu produzieren, ist Automatisierung und Digitalisierung in der Produktion und Logistik ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.

6. Management globaler Lieferketten

Die Globalisierung erfordert auch von Zulieferern in der Automobilindustrie, komplexe internationale Lieferketten zu managen. Neben Zollbestimmungen müssen sie sich deshalb auch mit komplexen Logistikprozessen auseinandersetzen und globale Qualitätsstandards einhalten und durchsetzen.

7. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an Marktdynamiken

Produzierende Unternehmen müssen flexibel und anpassungsfähig sein, um auf Marktschwankungen, sich ändernde Kundenanforderungen und neue technologische Entwicklungen reagieren zu können. In der Automobilindustrie ist der Druck besonders hoch: Die Wettbewerbssituation zwischen vielen Zulieferern und wenigen OEMs zwingt Zulieferer besonders häufig dazu, sich schnell an veränderte Situationen und kurzfristig geänderte Lieferungen anzupassen.

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