SPEEDI Präferenzabwicklung SAP

Anspruchsvolle Prozesse bei der Präferenzabwicklung transparent durchführen


Anforderung

Ein Straßenschild mit dem deutschen Wort Zoll und dem französischen Wort Douane

Exportorientierte Unternehmen müssen den präferenziellen Ursprung ihrer Produkte und Waren nachweisen, um sie zollermäßigt oder zollfrei an Kunden liefern zu können, die ihren Sitz in Ländern außerhalb der EU haben und mit denen es Präferenzabkommen gibt. Eine effiziente und rechtssichere Präferenzabwicklung ist daher wettbewerbsrelevant. Für Kunden aus der EU müssen zusätzlich noch Langzeitlieferantenerklärungen ausgestellt werden. Die Foreign-Trade-Komponenten in SAP ERP unterstützen diese Prozesse nicht zufriedenstellend. Und die neue Lösung SAP S/4HANA for International Trade bietet zurzeit keine Funktionen zur Präferenzkalkulation und zur Verwaltung von Lieferantenerklärungen.

Lösung

Diese Lücke schließen die SPEEDI-Lösungen für die Präferenzabwicklung, die in mehreren Sprachen verfügbar ist. Sie bilden den gesamten Prozess von der Anforderung und Überwachung von Lieferantenerklärungen über die Präferenzkalkulation bis hin zur Ausgabe eigener Lieferantenerklärungen für Kunden ab. Da sich die SPEEDI-Lösungen als SAP basiertes Add-on nahtlos in die vorhandene SAP-Software, ob SAP ERP oder SAP S/4HANA integrieren und sie modifikationsfrei erweitern, erfolgt die Präferenzabwicklung IT-gestützt, automatisiert und mit einheitlichen Daten – Stichwort „Single Point of Truth“ – in SAP. Für das reibungslose Zusammenspiel der SPEEDI-Lösungen mit den International-Trade-Funktionen von SAP S/4HANA sorgt ein Transition Package.

Die SPEEDI-Lösungen decken alle gängigen Präferenzregelungen ab. Kommen neue Anforderungen oder Abkommen dazu, wie 2020 das Abkommen zwischen der EU und Vietnam (EVFTA), stellt WSW Software dafür zeitnah ein Update bereit und bietet Unterstützung bei den nötigen Anpassungen. Neben Präferenzabkommen der EU lassen sich in den SPEEDI-Lösungen auch flexibel die Abkommen anderer Wirtschaftsräume wie das neue nordamerikanische United States-Mexico-Canada Agree‎ment (USMCA) abbilden.

 

 

Lieferantenerklärungen anfordern

Mit dem SPEEDI-Monitor „Lieferantenerklärung anfordern“ lassen sich die Aufgaben im Zuge des Einholens, Rückmeldens und Erneuerns einer Lieferantenerklärung als Präferenznachweis automatisiert in SAP erledigen. Der Monitor verwaltet die Erklärungen zentral und zeigt dem Anwender auf einen Blick, an welche Lieferanten eine Erklärung zu übermitteln ist und ob sie abgeschickt, bestätigt oder gelöscht wurde. Der Auslöser für eine Anforderung ist die Bestellung. Liegt für die Kombination Lieferant / Material keine gültige Erklärung vor, stößt SPEEDI automatisch die Anforderung an.

Eine optische Unterscheidung eingeforderter und fälliger Erklärungen ermöglicht den zeitnahen Versand von Mahnungen, was die Anzahl rückwirkend auszustellender Dokumente deutlich senkt. Die zur Einholung der erforderlichen Informationen benötigten Dokumente werden in SAP erzeugt und per Mail als PDF-Datei oder interaktives PDF-Formular (Adobe Interactive Forms) oder über ein angebundenes Webportal übermittelt.

Wird gleiches Material aus mehreren Quellen (Multi Sourcing) bezogen, verdichtet die SPEEDI-Lösung die Daten für dieses Material nach dem Worst-Case-Prinzip im Hintergrund, bevor die Präferenzkalkulation erfolgt.

 

 

SPEEDI "Präferenzkalkulation"

Die SPEEDI-Lösung „Präferenzkalkulation“ ermittelt dann die Präferenzberechtigung für jedes verkaufsfähige Material aus festen SAP-Stücklisten oder für konfigurierbare Teile exakt und konform zu den Regeln des jeweiligen Abkommens. Im Unterschied zum SAP-Standard kann die Präferenzkalkulation in SPEEDI über mehrere Werke bzw. Buchungskreise hinweg automatisiert erledigt werden. Falls nötig werden bei der Kalkulation auch Lohnbearbeitungsprozesse durch externe Dienstleister korrekt einberechnet.

Da für die Präferenzkalkulation der gleitende Durchschnitt häufig nicht verwendet werden darf, bietet die SPEEDI-Lösung die Möglichkeit, für den Bezugspreis von Komponenten einen Minimal- und Maximalwert (Ursprungsware/ Nicht- Ursprungsware) zu ermitteln und in der Kalkulation zu verwenden. Alternativ dazu lassen sich mögliche Schwankungen der Einkaufs- und Verlaufspreise auch durch Sicherheitszuschläge berechnen. In beiden Fällen ist eine zollkonforme Kalkulation stets gewährleistet.

 

 

Lieferantenerklärung ausgeben

Mit dem SPEEDI-Monitor „Lieferantenerklärungen ausgeben“ lassen sich kundenseitige Lieferantenerklärungen effizient ausstellen, per Mail als PDF oder interaktives PDF übermitteln sowie überwachen, aktualisieren und, sofern erforderlich, auch widerrufen. Der Monitor zeigt dabei an, falls eine kundenseitige Lieferantenerklärung zum Beispiel wegen einer neuen Präferenzkalkulation geändert und deshalb widerrufen werden muss.

Beratung

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