SPEEDI JIS

Verarbeitung von JIS-Abrufen: SPEEDI JIS schließt Lücken in SAP JIT


Anforderung

Die JIT-Inbound-Funktionen der JIT-Komponente in SAP ERP beziehungsweise in SAP S/4HANA verarbeiten JIS-Abrufe (produktionssynchrone Abrufe) wie sie etwa per VDA 4986 oder ANSI X.12 866 eingehen. Der SAP-Standard bietet zwar grundlegende Funktionen für die Just-in Sequence-Abwicklung (JIS), weist jedoch zahlreiche Lücken bei der Abbildung von Prozessbesonderheiten und OEM-Spezifika auf, die aufwendige projektspezifische Zusatzprogrammierungen erfordern.

Lösung

Abhilfe schafft hier die Lösung SPEEDI JIS, die sich nahtlos in die JIT-Abrufsteuerung der SAP-JIT-Komponente (SAP JIT) integriert und sie durch zahlreiche praxisgerechte Funktionalitäten und Lösungsbausteine modifikationsfrei erweitert. Durch smarte Konfiguration lässt sich SPEEDI JIS flexibel an JIS-Prozesse der Automobilhersteller (OEM) oder an individuelle JIS-Anforderungen anpassen, im Idealfall ganz ohne Programmierung. Für bestimmte OEM-Spezifika gibt es zudem standardisierte SPEEDI-Zusatzbausteine.

Eine Besonderheit von SPEEDI JIS ist der JIT-Bereich (OEM-Projekte, Bauteilprojekt, Werk beziehungsweise Halle oder Fertigungslinie), der die organisatorische Klammer und die zentrale Einheit zur Steuerung der JIS-Prozesse bildet. Für jeden JIT-Bereich werden dann zum Beispiel die einzelnen Verpackungsebenen festgelegt (Behälter, Palette, Lkw).

Für die Einarbeitung eingehender JIS-Abrufe in SAP JIT sorgen spezielle SPEEDI-Plug-ins. Die Ermittlung und Zuordnung der SEQJIT-IDocs zum jeweiligen JIT-Bereich, er wird über per Business-Logik, mit dem JIT-Kunden in SAP JIT verknüpft, sowie die Prüfung und die Anlage des Sequenzabrufs (Vorschauabrufs) erfolgt über die entsprechenden SPEEDI-JIS-Funktionen (Routinen). Letzteres und damit die interne Verarbeitung der Abrufdaten ist die erste einer ganzen Reihe von JIT-Aktionen. Um die Einarbeitung von IDocs zu stoppen, Codes umzusetzen oder Anwender zu benachrichtigen, etwa über den Abschluss einer JIT-Aktion, dafür kann auf allgemeine SPEEDI-Funktionen zurückgegriffen werden.

SPEEDI JIS berücksichtig die komplette Packhierarchie

Dass SPEEDI JIS für jedes JIS-Projekt die komplette Packhierarchie auf bis zu zehn Stufen berücksichtigt, von den Bauteilen in den Behältern bis hinauf zur Beladung von Paletten auf dem Lkw, erweist sich als unschätzbarer Vorteil. Auf diese Weise lassen sich alle Beladesequenzen exakt abbilden und die gewünschten Bauteile in der korrekten Reihenfolge produzieren, kommissionieren und beladen. Jeder Verpackungsebene können mehrere Packreihen zugeordnet werden, die die Reihenfolge der Verarbeitung festlegen und deren Aufbau, also die Sequenzierung in Behältern, auf Paletten oder dem Lkw, durch Laderegeln definiert wird.

Die SPEEDI-Lösung ermöglicht zudem die Konfiguration von Split-Profilen, die die JIS-Abrufe für die Lieferungsanlage aufteilen. Anhand des Split-Profils erkennt eine JIS-Aktion wie „Ladungsträger planen“ automatisch, wann ein Behälter voll und mit der Beladung des nächsten Behälters zu beginnen ist. SPEEDI JIS unterstützt auch das Anlegen und das Löschen von SD-Transporten.

SPEEDI-JIS-Reports mit zahlreichen Selektionskriterien

Mit dem zentralen SPEEDI-JIS-Monitoring, das das SAP-Standard-JIT-Monitoring (JITM) durch eine ganze Reihe zusätzlicher Selektionsoptionen ergänzt und sich nahtlos in die SAP-JIT-Applikation integriert, lässt sich die Verarbeitung der JIS-Abrufe komfortabel steuern und lückenlos überwachen.

Mit einem weiteren SPEEDI-JIS-Report lassen sich JIT-Aktionen ausführen, wahlweise auch auf Basis von Verpackungseinheiten. Dieser Report bietet deutlich mehr Einstellungs- und Selektionsmöglichkeiten als die SAP-JIT-Fortschritterfassung (JITF), etwa im Hinblick auf JIT-Bereich, Sortiervariante, Verarbeitungslogik und Verarbeitungsmodus, Abrufdaten, Packebene oder Bedarfs- beziehungsweise Versandzeitpunkt.

Die strikte Einhaltung der Sequenzreihenfolge für jede einzelne Verpackungsebene beziehungsweise Packreihe gewährleisten konfigurierbare, in die JIT-Aktionssteuerung eingebundene Scan-Prozesse. Per Scan-Dialog erfolgt beim Füllen der Behälter und dem Beladen des Lkw ein Abgleich mit der zuvor festgelegten Verpackungslogik.

Beratung

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