HONDA USA
Honda USA fordert seit dem Jahr 2014 einen äußerst umfangreichen Logistikprozess bei der Materialbeschaffung auf Basis von ANSI X12 – EDI Nachrichten. Die Vorgaben betreffen die Belieferung von Werken in den USA, Kanada und Mexiko.
Die Vorgaben von Honda USA gehören zu den anspruchsvollsten OEM-Prozessen für Zulieferer. Wie bei den meisten OEMs gibt es Vorgaben zum Datenaustausch und zu Labels.
Honda USA sticht aber aus mehreren Gründen heraus:
- Honda USA hat besonders viele Vorgaben: Die offiziellen Guidelines enthalten umfassende Vorgaben für nahezu jedes Detail und unterschiedlichste Belieferungsprozesse.
- Viele der Vorgaben sind spezifische Honda-USA-Vorgaben und finden sich in der Form bei keinem anderen OEM.
- Die Guidelines sind komplex, schwer verständlich und damit auch aufwendig in der Umsetzung.
- Es gibt eine auffällig große Anzahl von unterschiedlichen EDI-Nachrichten und dabei viele verschiedene zusätzliche Daten, die in den meisten OEM-Prozessen nicht vorgesehen sind. Diese haben in den Versand- und Verpackungsprozessen teils steuernde Funktionen und müssen sowohl in der ASN, auf den jeweiligen Labeln und der Master Packing List wiedergegeben werden.
- Zulieferer müssen spezielle Verrechnungslogiken berücksichtigen, die insbesondere bei Teilbelieferungen oder Überlieferungen notwendig sind, um die Folgebedarfe richtig ermitteln zu können.
- Viele Vorgaben passen gar nicht zu dem eigentlichen ANSI X12 Transaction Set (beispielsweise Vorgaben für Einzelbestellungen bei Lieferabrufabwicklung). Diese müssen aber trotzdem eingerichtet werden.
- Es gibt einige Besonderheiten, die vor allem systemseitig schwer umsetzbar sind (beispielsweise werden Bestelländerungen zu einer ANSI X12 850 von Honda USA nicht wie üblich als ANSI X12 860 Order Change, sondern ebenfalls als 850-Nachricht übermittelt).
- Honda USA nutzt zahlreiche unterschiedliche Labels und Formulare.
- Selbst die Beladungsreihenfolge von LKWs ist bei bestimmten Lieferumfängen über eine LOT Sequence Number vorgegeben.
Darüber hinaus nutzt Honda USA einen umfassenden Validierungsprozess, der sicherstellen soll, dass Zulieferer alle Vorgaben einhalten können. Mit Testszenarien werden dabei auch Prozesse geprüft, die für den einzelnen Lieferanten unter Umständen überhaupt nicht praktisch zum Einsatz kommen sollen. Der gesamte Validierungsprozess dauert im besten Fall ein Jahr, kann sich aber auch über einen längeren Zeitraum hinziehen.
Belieferung von Honda USA mit SAP
Die oben beschriebenen Besonderheiten machen schnell klar: Ohne durchgängige digitale Abbildung können solche komplexen Vorgaben nicht eingehalten werden. Standardsysteme wie SAP bieten aber nicht den nötigen Funktionsumfang und sind in der Regel auch nicht auf spezifische Vorgaben ausgerichtet.
Achtung beim Systemwechsel: Von unseren Kunden wissen wir, dass ein Systemwechsel (wie der von SAP ECC auf S/4HANA) eine erneute Validierung nach sich ziehen kann.
WSW Lösungen und Leistungen
Unabhängig, ob Sie die Belieferung von Honda USA in Ihrem SAP-System abwickeln, oder dafür ein eigenen System einsetzen wollen: WSW Software unterstützt Sie mit passenden Lösungen und jahrzehntelanger Expertise in der OEM-Belieferung.
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LOJISTIX ist unsere Lösung für optimierte JIS-Prozesse. Die Plattform deckt Ihre Prozesse vollständig ab und schafft mehr Effizienz und Transparenz.
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SPEEDI bietet für SAP-Nutzer zahlreiche Zusatzfunktionen, die sich schnell und nahtlos in Ihr SAP-System integrieren lassen. Als Automobilzulieferer profitieren Sie von den OEM-Lösungen, die verschiedenste Anforderungen unterstützen.
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Die Abwicklung zwischen Zulieferer und Automobilhersteller ist auch unter SAP S/4HANA eine Herausforderung, weil wichtige Funktionen fehlen. JUNIQ schließt diese Lücken für Sie und unterstützt Ihre OEM-Prozesse mit neuester SAP-Technologie.
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