Daimler INTOSC – Pick-up-Sheet (PUS) in SAP übernehmen

 

Im Rahmen des Projekts INTOSC (Inbound Transparency and Optimization) führte Daimler weitere Belegstufen in seinen Beschaffungs-prozessen ein. Zulieferer, die Teile und Komponenten Ex Works (EXW) verladebereit zur Abholung bereitstellen, erhalten von Daimler nun zusätzlich zum Lieferabruf auch ein Pick-up-Sheet (PUS). Mit dem PUS werden die exakten Bedarfe inkl. Abhol- und Anlieferdatum an den Lieferanten kommuniziert. Der Spediteur wird von Daimler direkt mit Hilfe eines Transportauftrags beauftragt. Ziel von INTOSC ist eine höhere Logistik-Transparenz für alle Prozessbeteiligten und die Möglichkeit, die Transportauslastung zu optimieren.

Daimler INTOSC hat starke Auswirkungen auf die EDI-Prozesse der Zulieferer. Sie müssen sämtliche Informationen der eingehenden PUS vollständig und fehlerfrei in ihr ERP-System übernehmen und zugleich auf eine andere Lieferplanart umstellen. Die Lieferabrufe nach VDA 4905 bleiben davon unberührt. Neu hinzu kommt die Verarbeitung der PUS nach VDA 4985 (DELJIT). Dabei muss die PUS Nummer in der Advanced Shipment Notification (ASN) nach VDA 4987 (DELJIT) zurückgegeben werden.

Speziell für diese Anforderungen gibt es für Zulieferer das SPEEDI-Paket Daimler INTOSC. Es übernimmt alle Informationen aus dem PUS und bildet sie in SAP ERP bzw. S/4HANA vollständig und fehlerfrei ab. Das PUS wird hierfür in ein DELORD-IDoc umgewandelt; die Datenübernahme erfolgt mithilfe spezieller Mappings.

Weiterhin verarbeitet SPEEDI erforderliche Absagen und Neuanlagen von SAP-Lieferplänen automatisiert. Auch inhaltliche Änderungen bei einer Neuanlage von Lieferplänen managt SPEEDI automatisiert mit der Funktion „Massenänderungen“. Für den Anwender entfallen aufwendige und fehleranfällige manuelle Kopiervorgänge und Eingaben.

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