Toleranzlinien, Abrufverhalten, Auftragsbestand

Wegen der Corona-Pandemie drosseln Automobilhersteller (OEM) und Tier-1-Systemlieferanten hierzulande ihre Produktion auf ein Minimum und schließen Werke. Parallel dazu wird die Produktion in China zum Teil bereits wieder hochgefahren. Das stellt vor allem mittelständische Zulieferer vor enorme Herausforderungen: Sie müssen in der aktuellen Lage zum einen jederzeit eine genaue Übersicht über neu eingehende Bestellmengen haben. Gleichzeitig müssen sie Geschäfts- und Lieferprozesse zeitnah und flexibel an die jeweils aktuelle Situation anpassen können, um geschäftliche Risiken so gut wie möglich abzufedern.

Bedarfsschwankungen frühzeitig erkennen
Zum Beispiel ist es für Zulieferer, die mit Lieferplänen arbeiten, geschäftskritisch, dass sie bei einem Lieferabruf frühzeitig erkennen, ob vereinbarte Toleranzgrenzen verletzt werden, und wie sich das Abrufverhalten des Kunden entwickelt. Bedarfsschwankungen wirken sich nämlich unmittelbar auf die Disposition und die Produktionsplanung aus. Genauso wichtig ist es, zu jedem Zeitpunkt den genauen Überblick über den aktuellen Kundenauftragsbestand zu haben.

Lieferabrufe gegen Toleranzgrenzen abgleichen und das Abrufverhalten analysieren: Zulieferer, die SAP ERP bzw. SAP S/4HANA einsetzen, können diese Prozesse mit den bewährten WSW-Lösungen SPEEDI „Toleranzlinienprüfung“ und „Analyse Abrufverhalten SD“ komplett IT-gestützt und somit sehr effizient durchführen. Für einen transparenten Überblick über den Kundenauftragsbestand sorgt das modulare, vordefinierte KPI-Paket „Auftragsbestand“ aus der Business-Analytics-Suite YODA von WSW Software.

Ermittlung von Toleranzverletzungen bei Abrufeinarbeitung
Die SPEEDI Toleranzlinienprüfung ermittelt bereits bei der Einarbeitung eines Lieferabrufs in SAP, ob definierte Grenzen unter- oder überschritten werden. Ist das der Fall, zeigen Ampelfunktionen dies sofort an und es kann umgehend reagiert werden, etwa durch einen Verarbeitungsstopp des Abrufs.

Abrufverhalten der Kunden vollständig transparent machen
Wie sich das Abrufverhalten eines Kunden entwickelt, macht die SPEEDI-Lösung „Analyse Abrufverhalten SD“ vollständig transparent. In der Folge kann die Produktionsplanung zeitnah angepasst und der Lagerbestand frühzeitig disponiert werden. Das dient der Beruhigung der Prozesse in der Supply Chain.

Die Abrufe (Liefer-, Fein-, Planabrufe) lassen sich entweder lieferplanübergreifend, also aggregiert analysieren oder für ausgewählte Lieferpläne in Bezug auf Kunden, Produkte und Produktgruppen sowie auf Tages-, Wochen- oder Monatsebene herunterbrechen. Ein Monitor zeigt das Abrufverhalten übersichtlich an und signalisiert durch eine rote Ampel sofort, dass die Toleranzgrenze für eine festgelegte Abrufmenge verletzt wurde.

Klare Sicht auf Auftragsbestand – „out of the box“ und in Echtzeit
Kennzahlen (KPIs) zum Auftragsbestand bzw. Auftragsrückstand inklusive aller relevanten Informationen stellt das KPI-Paket „Auftragsbestand“ aus der Suite YODA „out of the box“ und in Echtzeit zur Verfügung, am Desktop-PC oder mobil per Smartphone oder Tablet. Dafür genügt ein Knopfdruck. Das SAP-basierte Add-on schafft damit genau die Transparenz, die nötig ist, um die Auftragsreichweite zu ermitteln sowie den kurz- bis mittelfristigen Umsatz vorausschauend zu planen und die Effizienz im Vertrieb und im Vertriebscontrolling zu erhöhen.

Auftragsbezogene KPIs werden kompakt und leicht verständlich in einem Cockpit bzw. Dashboard visualisiert und lassen sich per Drill-down bis auf die gewünschte Detailtiefe verfeinern und weiter auswerten, falls nötig bis auf die Einteilungsebene eines Vertriebsbelegs. Dieses KPI-Paket kann, wie alle KPI-Pakete aus YODA, sowohl unter SAP ERP oder SAP S/4HANA als auch in Verbindung mit allen SAP-BW-Varianten, aber auch ganz ohne BW genutzt werden.

Weitergehende Informationen hierzu erhalten Sie bei unserer Webinar Reihe Supply Chain: In der Krise reaktionsfähig und transparent in Echtzeit.

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